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1965
geboren in Erfurt
1992-98
Staatliche Hochschule für Bildende Künste, Städelschule,
Frankfurt am Main, Klasse Hermann Nitsch
1998 Abschluss des Studiums als Meisterschülerin bei
Hermann Nitsch
lebt und arbeitet in Frankfurt am Main
Einzelausstellungen (Auswahl):
2009
transfer, Galerie Martina Detterer, Frankfurt am Main
2008
Jahresgaben, Kunstverein Leverkusen, Museum Schloß Morsbroich
2007 Undercover,
Galerie Martina Detterer, Frankfurt am Main
2005 Ivory Black, Karmeliterkloster, Frankfurt am Main
(Kat.)
2004 Innocent Nature, Pfefferwerk, Berlin
Oberhessisches Museum, Gießen
2003 Bright
Red, Kunst im Dominikanerkloster, Frankfurt/M. (Kat.)
Metamorphosis Florilegium, Villa Gans, Kronberg/Ts.
2002 Galerie Werno Strobel, Mannheim
2001 Contemporary Art Studio, Budapest
1997
Kunst im Dominikanerkloster, Frankfurt am Main (Kat.)
Gruppenausstellungen (Auswahl):
2009
My Generation, Kunstverein Familie Montez, Frankfurt am Main
2007
Kleine Formate, Galerie Martina Detterer,
Frankfurt/M.
Kunstverein Arnsberg
2006 Lucie Beppler, Anke Röhrscheid, Elly Strik
(kuratiert
von Dr. Jean-
Christoph Ammann), Kunsthalle Palazzo, Basel
FOKUHILA
(kuratiert von Ludwig Seyfarth), Galerie Elly Brose-Eiermann,
Dresden
Galerie für aktuelle Kunst Deck, Stuttgart
Summer in the City, Galerie Martina Detterer, Frankfurt am Main
Amor Vincit Omnia (kuratiert von Dr. Dadja Altenburg-Kohl), Verein
Saarländische Galerie - Europäisches Kunstforum e.V., Berlin
Meisterzeichnungen, Galerie Lang, Wien
2005 Kleine Formate,
Galerie Martina Detterer, Frankfurt am Main
Cellular,
Ausstellungshalle Schulstraße 1A, Frankfurt am Main
2004 30 Papierarbeiten,
Ausstellungshalle Schulstraße 1A, Frankfurt am Main
Thema Landschaft, Ausstellungshalle Schulstraße 1A, Frankfurt am
Main
2003 Klasse Hermann Nitsch,
Ausstellungshalle Schulstraße 1A, Frankfurt am Main
2002 Natur und Zeit, Landesgartenschau Kunst, Hanau
1998 Stuttgart 17.7.1956 - Salem Visconsin 3.3.1979,
Portikus, Frankfurt am Main (Kat.)
1997
Positionen und Perspektiven, Galerie Frank Hänel, Frankfurt am
Main
1994 Hermann Nitsch, Schloss Prinzendorf bei Wien,
Österreich
Werke in öffentlichen Sammlungen:
Graphische Sammlung Städelmuseum, Frankfurt am Main
Deutsche Bank
PNB
Paribas Bank, Frankfurt am Main
Hypobank, München
L - Bank – Staatsbank für Baden-Württemberg
Amt für Wissenschaft und Kunst, Frankfurt am Main
Hessisches Ministerium für Finanzen, Wiesbaden
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Wiesbaden
Hessisches Landesmuseum, Darmstadt
„Es
ist dieses Ungewisse, das eine präzise Form annimmt. Eine Form, die sich
obszön ankündigt, haptisch erfasst werden will. Anke Röhrscheids
dunkeltonige Aquarelle provozieren eine geradezu orale Wahrnehmung. Eine
Zungenwahrnehmung, mit geschlossenen Augen, welche das innere Auge
wandern lässt. Das innere Auge sieht und fühlt zugleich, folgt der
Partitur der Künstlerin. Gesehenes verlagert sich in Körperwahrnehmung.
Man könnte von einem voyeuristischen Moment sprechen. Aber wie beim
Gesang der Sirenen ziehen einen die Bilder in den Abgrund. Der Abgrund
ist Erfüllung. Man taucht immer wieder auf, um verschlungen zu werden.
Eine meditative Obsession, der man sich hingibt.
Vor dem inneren Auge verändern sich die Formen. Sie umschmiegen,
verstören einen. Sie könnten gefährlich werden, aber sie wissen um das
Spiel der Verführung. Eine Verführung, die nicht nachlässt, sich stets
von neuem generiert. Taucht man aus dem Abgrund auf, gleicht der Weg ins
Ungewisse einer Sucht. Anke Röhrscheid qualifiziert Verführung als
Wunsch der Bilder gesehen und geliebt zu werden. Alle Bilder wollen
früher oder später geliebt werden (wie auch immer sie sich darstellen).
Sie werden zu Ikonen oder Hetären. Die Ikonen halten auf Abstand. Sie
dienen der reinen Anschauung. Die Hetären schaffen und formen das
Bewusstsein des Körpers. Sie dringen in die Poren. Da sie verführen und
schön sind, wollen sie auch immer wieder gesehen werden.
Anke Röhrscheids Bilder sind Hetären. Sie verkörpern Sinnlichkeit:
weiche, verschwiegene, verschlungene, sich öffnende, beobachtende
Sinnlichkeit.
Merkwürdig ist, wie im Gerinnen der Zeit aus dem Verführungspotenzial
ihrer Bilder Ikonen werden. Es ist die erlebte Intensität, die zu uns
spricht. Sie lässt uns nicht aus den Augen. Ein Blick, den man nicht
vergisst.“
Jean-Christophe Ammann |